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  • Der E.on – Konzern hat nach einem Jahr wieder seine Strompreise erhöht. Ab Juni müssen Stromkunden knapp ein plus von sieben Prozent hinnehmen und 25 Cent für eine Kilowattstunde bezahlen. Ein Unternehmenssprecher begründete den Schritt mit Investitionskosten für den Netzumbau.

    Damit reiht sich E.on in die Liste aus 200 Anbietern ein, die bislang in diesem Frühjahr Preiserhöhungen vorgenommen oder angekündigt haben.

    Ein weiterer, aber offiziell nicht genannter Grund für die Erhöhung dürfte der Milliardenverlust sein, den der Konzern im vergangenen Jahr einfuhr. Dieses Ergebnis war dem Atomausstieg und dem nötigen Rückbau der Atomkraftwerke, aber auch dem Kundenrückgang geschuldet.

    Auch auf die neueste Preiserhöhung dürften viele Kunden mit einem Wechsel reagieren. Denn Strom bekommt man bei günstigen Anbietern auch für 22-23 Cent, ganz ohne Atom.

  • Das Insolvenzverfahren um den Energieanbieter TelDaFax beschäftigt nun nicht nur die Gläubiger, sondern auch die ehemaligen Kunden des Troisdorfer Unternehmens. Nachdem in den Monaten kurz vor der Pleite bereits die Buchhaltung und der Geschäftsverkehr stilllag, werden nun vom Insolvenzverwalter die Reste aufgekehrt. Diese aber haben es in sich: Insgesamt 250.000 Forderungen über zusammengerechnet 80 Millionen Euro werden in diesen Tagen per Zahlungsbescheid von den Kunden eingefordert.

    Schon jetzt zeichnen sich Ungereimtheiten ab, die zu einem hohen Verwaltungsaufwand und juristischen Vorgängen führen dürften. TelDaFax – Kunden hatten verträge mit der TelDaFax – Services GmbH geschlossen, bekommen nun aber Post mit Forderungen von der TelDaFax Energy GmbH.

    Betroffene Kunden sollten sich zeitnah um Rechtsbeistand kümmern, ihre Unterlagen genauestens prüfen und dokumentieren ( Zahlungsvorgänge und Verträge ), vor allem aber nicht kopflos die Forderungen ohne genaue Überprüfung bezahlen.

    Die Drähte bei den Verbraucherzentralen laufen bereits auf Hochtouren. Auch in Internetforen berichten betroffene Kunden von den Unklarheiten und machen ihrem Ärger Luft.